Ereignisreiche Abschlussfahrt in das Land der Holzschuhe und des Käses

Schülerinnen und Schüler der Klasse 10.1 der Oberschule am Airport Schönefeld besuchen Holland

Kurz vor den Herbstferien war es endlich soweit. Unsere Klasse trat – wenn auch im Herbst der 10. Klasse etwas verfrüht – ihre Abschlussfahrt nach Port Zelande an. In Südholland gelegen –also 10 Stunden Busfahrt entfernt – waren wir in einem Centerparc direkt am Greveningenmeer untergebracht. Das bedeutete nicht nur, mit den Freunden in einem kleinen Haus zu übernachten, sondern auch sich selbst um alles zu kümmern: um das Einkaufen der Lebensmittel und das gemeinsame Kochen sowie die Ordnung und Sauberkeit im Haus. Da unser Bus vor Ort blieb, hatten unsere Lehrer ein tolles Programm für uns organisiert. Am ersten Tag besuchten wir gleich zwei Städte; Den Haag, den Regierungssitz von Holland, und Rotterdam. In Den Haag gibt es viel zu sehen: nicht nur den Palast der Königlichen Familie, sondern auch viele wichtige Gebäude der UNO und unzählige Botschaftshäuser. Da wir in dieser Woche nicht so viel Zeit hatten, alles anzusehen, war es eine super Idee, den Miniaturpark Madurodam zu besichtigen. Auf einem liebevoll angelegten Gelände konnten wir die wichtigsten Gebäude und Sehenswürdigkeiten von Holland bestaunen. Danach ging es nach Scheveningen an die Nordseeküste – vorbei an den teuren Apartmenthäusern der Reichen und Schönen und natürlich von Hollands erfolgreichen Fußballspielern, die aus ihren millionenschweren Apartments den Blick auf die Küste genießen. Obwohl es sehr stürmisch, kalt und regnerisch war, ließen wir uns es nicht nehmen, am Strand uns wie die Kleinen auszutoben und coole Erinnerungsfotos zu schießen. Danach ging es auf ein Schiff, um den größten Hafen Europas in Rotterdam zu erkunden.

Am zweiten Tag stand Amsterdam, Hollands Hauptstadt, auf dem Programm. Auf dem Weg dorthin besuchten wir eine Holzschuhfabrik sowie eine typische Käserei, wo uns in englischer Sprache (Bildung darf nicht fehlen J) die Käseherstellung erklärt wurde. Nach der Verkostung haben sich viele von uns einen typischen runden Käse mit nach Hause genommen. In Amsterdam angekommen, wartete schon ein typisches Grachtenboot auf uns, das uns durch die Wasserkanäle, die sogenannten Grachten, schipperte. Interessant waren die vielen Hausboote, mittlerweile über dreitausend, obwohl es nur knapp 70 legale Liegeplätze in den Grachten gibt. Nach der Rundfahrt haben wir einen Überblick bekommen, wo es in Amsterdam etwas zu sehen gibt, und durften die Stadt dann ein paar Stunden auf eigene Faust erkunden: Blumenmarkt, Königlicher Palast mit vielen Tauben auf dem „Dam“ oder unzählige Fahrräder, vor denen man oft zur Seite springen musste, denn diese haben in dieser Stadt immer Vorfahrt. Als Abschluss besuchten wir das Anne-Frank-Haus, was uns sehr berührte. Die Geschichte des jüdischen Mädchens, das sich zusammen mit der Familie zwei Jahre im Hinterhaus vor den Nazis verstecken musste, war uns aus dem Unterricht bereits bekannt. Es ist jedoch noch mal ein anderes, bedrückenderes Erlebnis, durch diese engen Räume mit geschlossenen Vorhängen zu gehen und sich vorzustellen, wie ängstlich diese Menschen gelebt haben mussten – für uns heutzutage unvorstellbar.

Am dritten Tag ging es in die andere Richtung, nach Oosterschelde – in den Südwesten von Holland, dort, wo gewaltige Sturmfluten Jahrhunderte lang Holland unter Wasser gesetzt hatten. Da das nie wieder passieren durfte, baute man ein riesiges Sturmflutwehr. Heute ist alles fertig und man kann auf verschiedene Art und Weise die riesige Anlage im Deltapark Neeltje Jans besichtigen. Die Provinz Zeeland liegt zum größten Teil unterhalb des Meeresspiegels und ist nun dank des Sturmflutwehres vor den Gezeiten sicher.

Es war gigantisch, dieses Wehr, den gewaltigen Betonbau mit den großen Stahltoren zu besichtigen. Den Abschluss dieses Ausfluges bildete der Besuch der kleinen hübschen Hauptstadt der Provinz, Middelburg, mit dem schönen Rathaus. Zurück im Centerparc tobten wir uns im subtropischen Badeparadies aus, was wir kostenfrei nutzen konnten.

Alles in allem war das eine gelungene Abschlussfahrt mit vielen Höhepunkten und lustigen Momenten, die wir so schnell nicht vergessen werden. Ein großer Dank gilt unseren Lehrern, Frau Thielemann und Herrn Trumpf, die mit ihrer Art uns diese tolle Fahrt zu einer schönen Erinnerung werden ließen. Auch möchten wir uns beim Hornbach-Baumarkt in Bohnsdorf bedanken, die uns an zwei Samstagen die Möglichkeit gaben, unser „Ausflugsgeld“ mit Kuchenbasaren zu verdienen.

 Schülerinnen und Schüler der Klasse 10.1 der Oberschule am Airport Schönefeld